Politischer Aschermittwoch mit Dr. Roland Hartwig

Der AfD-Kreisverband Bad Hersfeld-Rotenburg hatte am 06.03.2019 zum politischen Aschermittwoch eingeladen. Mehr als 100 Zuhörer erlebten begeistert, wie den anderen Parteien politisch und musikalisch der Marsch geblasen wurde.

Dr. Hartwig beantwortete die 2010 von Thilo Sarrazin aufgeworfene Frage nach der Abschaffung Deutschlands mit einem klaren „Ja“, sofern die massiven Fehlentwicklungen der deutschen Politik nicht umgehend korrigiert werden, was nur mit der AfD möglich ist.

Mit der unverändert grenzenlosen Zuwanderung ist Deutschland einem multikulturellen Gesellschaftsexperiment ungeheuren Ausmaßes ausgesetzt, dessen Ausgang völlig ungewiss ist. In den Jahren 2010 bis 2017 sind allein 4,2 Millionen Ausländer nach Deutschland eingewandert. Dies überfordert völlig die Integrationsfähigkeit Deutschlands, was insbesondere in den Großstädten täglich zu beobachten ist. Mittlerweile leben gut 20 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln in Deutschland, darunter fast 5 Millionen Muslime.

Durch diese Entwicklung ist Deutschland in den letzten Jahren unsicherer geworden. Die Zahl der islamistischen Gefährder ist von 266 Anfang 2015 auf aktuell über 750 angestiegen. Die Kriminalitätsbelastung der Menschen, die seit der Grenzöffnung 2015 nach Deutschland gekommen sind, liegt ausweislich der amtlichen Kriminalitätsstatistik bei besonders schwerwiegenden Delikten wie Tötungs-, Gewalt- und schweren Sexualdelikten um das zehn- bis sechzehnfache höher als bei Deutschen.
Auch der Ansatz, die zunehmende Überalterung der deutschen Gesellschaft mit der entsprechenden Gefährdung des Rentensystems durch massenhafte Zuwanderung lösen zu wollen, hat sich als Fehlschlag herausgestellt und nicht zu einer Entlastung, sondern zu einer Belastung der deutschen Sozialsysteme geführt.

Vor diesem Hintergrund unterstrich Dr. Hartwig die Forderungen der AfD nach einer wirksamen Kontrolle der deutschen Außengrenzen und nach einer Umstellung der Flüchtlingsunterstützung von Geld- auf Sachleistungen. Deutschland könne nicht länger auf die Europäische Union warten, die ihre Außengrenzen offensichtlich nicht schützen könne oder wolle. Vorreiter sei hier Italien, das durch die Schließung der Häfen die Zahl der illegalen Einwanderer innerhalb von einem Jahr um 95% reduzieren konnte.

Auch die Bundeswehr ist in keiner Weise mehr in der Lage, Deutschland wirksam zu verteidigen. Insgesamt verfügt sie heute nur über 70% des eigentlich erforderlichen Geräts. Von diesen 70% fährt, fliegt oder schwimmt wiederum nur ein Bruchteil. Die Verteidigung des eigenen Landes liegt damit in den Händen anderer, vor allem der NATO. Über deutsche Sicherheitsinteressen wird damit nicht mehr in Deutschland entschieden. Die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr kann nur durch die Wiedereinführung der Wehrpflicht und durch eine deutliche Verbesserung ihrer Ausrüstung zurückerlangt werden.

Gescheitert ist auch der Euro, der zu der bereits bestehenden deutschen Staatsverschuldung von 2 Billionen Euro den deutschen Steuerzahler mit weiteren Haftungen belastet, aktuell allein für Griechenland in der Höhe von ca. 80 Milliarden Euro. Durch die bewusst herbeigeführte Nullzinspolitik bei einer gleichzeitigen Inflation von etwa 2% werden die deutschen Sparer permanent um ihr Vermögen gebracht. Gleichzeitig haben Lebensversicherungen und betriebliche Alterskassen große Probleme, die erforderlichen Renditen zu erzielen, um die Pensionsansprüche ihrer Mitglieder bedienen zu können.

Statt an den notwendigen Korrekturen arbeitet die Bundesregierung an weiteren Belastungen für den deutschen Steuerzahler. So will sie mit der EU eine Banken- und Sozialunion einführen mit einer gesamteuropäischen Vergemeinschaftung von Haftungen und Unterstützungsleistungen in unbegrenzter Höhe. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Deutschland keinesfalls das reiche Land ist, als das es immer dargestellt wird. So liegt der Mittelwert des Vermögens pro Erwachsenem in Österreich, Italien, Frankreich, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden mindestens doppelt so hoch wie in Deutschland. Aus all diesen Gründen fordert die AfD als Teil ihres Europawahl-programms den Austritt Deutschlands aus der Eurozone und die Wiedereinführung der D-Mark als nationale Währung.